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Glossar

Omnibus-Verwahrung

Eine Vereinbarung, bei der ein Verwahrer Kunden-Bitcoin in gemeinsamen Adressen bündelt, anstatt separate Adressen für jeden Kunden zu führen. Das Eigentum wird ausschliesslich im internen Hauptbuch des Verwahrers erfasst. Bei Insolvenz können Omnibus-Bestände als Vermögenswerte des Verwahrers behandelt werden statt als Kundeneigentum.

Warum es wichtig ist

Omnibus-Verwahrung ist betrieblich einfacher, aber rechtlich riskanter. Wenn Bitcoin vermischt wird, hängt Ihr Eigentum vollständig von den Aufzeichnungen und der Zahlungsfähigkeit des Verwahrers ab. Im Konkursfall wurden Omnibus-Bestände historisch als allgemeine Gläubigerforderungen behandelt und nicht als getrenntes Kundeneigentum.


Wie es funktioniert

Der Verwahrer unterhält eine oder wenige Bitcoin-Adressen, die alle Kundengelder zusammen halten. Kundenguthaben existieren nur in der Datenbank des Verwahrers. Auszahlungen werden aus dem gemeinsamen Pool verarbeitet. Auf der Blockchain gibt es keine Möglichkeit zu identifizieren, welche Bitcoin welchem Kunden gehören.


Beispiel

Eine Börse hält 1.500 BTC auf drei Adressen für 5.000 Kunden. Die Datenbank der Börse verfolgt das Guthaben jedes Kunden. Wenn die Börse scheitert, stellen die Kunden fest, dass sie ungesicherte Gläubiger sind. Die 1.500 BTC werden anteilig unter allen Gläubigern aufgeteilt und nicht an die ursprünglichen Einzahler zurückgegeben.


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